Museum Fünf Kontinente
ehemals staatliches Museum für Völkerkunde außereuropäische Kunst und Kultur
Das Museum Fünf Kontinente in München das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Es gibt einen Einblick das Leben und Denkweise außereuropäischer Kulturen. Die Ausstellung orientiert sich an den Kontinenten.
Wir laden sie zu einer kleinen Museumsreise ein.
Wir betreten den "schwarzen Kontinent" Afrika. Unsere Reise beginnt in der Westsudanzone. Hier lernen wir die Rituale und Gebräuche des Volksstamms der Dogon anhand von Masken und Figuren kennen.
Wir reisen weiter nach Zentralafrika. Dort lernen wir anhand einer großen Ansammlung von Menschen- und Tierfiguren, die magischen Rituale der Menschen aus dem Kongo und Zaire kennen. Und stellen wir uns nicht heimlich die Frage, gibt es dort noch magische Rituale. Nun kommen wir nach Ostafrika. Hier können wir Masken, überwiegend vom Volksstamm Makonde bewundern. Ein besonderes Ausstellungsstück sind "die ledernen Trachtenpuppen eines Zulu-Paars aus Südafrika." Wir verlassen jetzt den afrikanischen Kontinent. Wir reisen weiter nach "Good old America".
"Good old America wird traditionell in neun Kulturareale eingeteilt: Arktis, Subarktis, nordöstliches Waldland, südöstliches Waldland, Plains und Prärien, Nordwestküste, Großes Becken, Kalifornien und Südwesten."
Wir beginnen unsere Reise in der Arktis. Hier lernen wir das harte Leben der beiden Volksstämme "West-Eskimos" und der "Aleuten" kennen. In der Ausstellung lernt man ihr tägliches Leben anhand von Gebrauchsgegenständen und Kleidung kennen. Anhand des ausgestellten Kajaks kann man erkennen, dass Sie auch auf dem Meer gejagt haben (Robbenjagd). Wir reisen weiter in die Plains u Prärien.
In diesem Teil lernen wir die Welt der "Indianer" kennen. Anhand der Bekleidung, der Mokassins, des Kopfschmuckes und des Kriegsgerätes können wir uns gut in eine Karl May Szene versetzen. Wir kommen jetzt zur Nordküste Amerikas. Hier kann man besonders fein geschnitzte Masken und Schamanenrasseln bewundern. Erwähnenswert sind auch die Steinschnitzarbeiten aus Argilit, Flechtarbeiten z. B. Hüte, sowie Geräte für den Fischfang und Kupferplatten, die einen geldähnlichen Charakter haben. Ein besonderes Highlight sind die Chilkat- Decken. Eine Chilkat Decke besteht aus Bergziegenwolle und Zedernbast.
Fast unbemerkt sind wir in Mexiko und Guatemala angekommen. Hier können wir eine Maskensammlung betrachten.
Wir reisen weiter nach Südamerika, Amazonisches Waldland. Die beiden Forscher "Spix" und "Martius". Ihre Sammlung gibt einen grundlegenden Einblick in das Alltagsleben sowie in den spirituellen Charakter der dort lebenden Völker.
Wir kommen weiter nach Nordwestamazonien. Dort findet man als kleines Highlight, die Rinderstoffmasken der Cuebo sowie die Karihomasken. Ergänzt wird die Maskensammlung, durch die Sammlung aus Schmuckstücken und Haushaltsgeräten von Lothar Petersen.
Wir reisen ins "beschauliche, vielleicht auch gruselige Montana". Wir betrachten die Kleider aus Bast, sowie die Gewebe und Keramiktöpfe der Rio-Napo-Stämme. Gerade noch betrachten wir die Feder- und Bastarbeiten aus der "Jivar-Sammlung" kommen wir zu dem gruseligen Teil der Ausstellung: Schrumpfköpfe! Sie wurden früher aus den menschlichen Köpfen der Gegner gefertigt. Bis heute hat sich die Kunst der Schrumpfkopfherstellung gehalten bis auf den Umstand, dass heute Faultierköpfe zum Einsatz kommen. So, wir kommen nun zur letzten Station unseres Ausflugs in Amerika "Zentralbrasilien".
Hier gewähren uns die beiden Sammlungen "Grab-Chaco-Sammlung" und die "Tapirape-Sammlung" einen umfassenden Einblick in die dort lebenden Völker. Wir verlassen jetzt Amerika und kommen jetzt nach Asien.
In Asien erleben wir zuerst die Kunstgeschichte der islamisch geprägten Länder. Wir bestaunen die Emailmalerei auf Glas und die Malerei mit Lüsterfarben auf Keramik. Beim Weitergehen in der Ausstellung erleben wir den osmanischen Münzprägedruck und Schmuck aus "Westturkestan". Des Weiteren erschließt sich dem Betrachter eine umfassende Waffensammlung. Wir reisen weiter nach Ostasien.
In Ostasien steht China als erster Programmpunkt auf unsere kleinen Ostasienreise. Anhand der Sammlung von "Martucci" können wir Figuren aus Halbedelsteinen, Rhinozerosbechern sowie Schnitzereien aus Holz und Bambus betrachten. Ein kleines Highlight ist die Sammlung von Burchard. Die Sammlung umfasst, aus Bronze gefertigte Waffen und Kuan-yin-Figuren des 13 Jh. Ein besonderes Schmankerl dieser Sammlung ist zweifellos der steinerne Dvarapala. In den beiden anderen Sammlungen kann man Jade- und Glasarbeiten, Gürtelhacken und chinesische Malerei bewundern.
Als Nächstes bereisen wir den Himalaja. Er ist nicht nur bekannt für seine Achttausender und das tibetanische Oberhaupt, sondern bietet auch eine Vielfalt an historischen Kunstschätzen. Wir verlassen nun das asiatische Festland und begeben uns auf die Insel Japan. In der Ausstellung kann man traditionelle japanische Künste wie Lackarbeiten, Malerei [Rollenbilder] und Holzschnittbücher erleben. Ein besonders kostbares Stück ist das dreiteilige Altarbild von Kano Motobotu. Mit diesen Eindrücken verlassen wir den asiatischen Kontinent in Richtung Indien.
Kaum in Indien angekommen, werden wir von den kulturhistorischen Eindrücken erschlagen. Hier kann man den letzten vollständigen Satz "von großen Marionettenpuppen" bewundern. Auch wer auf Makaberes steht, wird in der Thematisierung der Totenkulte fündig werden. Unser letzter Reiseabschnitt liegt vor uns: Ozeanien. Ozeanien besteht aus den Ländern Australien, Neuginea, Neuseeland und den Inselgruppen Polynesien, Mikronesien und Melanesien. Beeindruckend ist vor allem, dass sich in Hochtälern, kleine hochkultivierte Völker gab, mit dem kleinen bösen Nebeneffektes des Sklavenhandels z. B. unter den Maori. So hatte der aus Schnecken, Muscheln, Kokusschalen, Schildplatt und Tierzähnen hergestellte Schmuck auch häufig einen Geldwert.
Wir beenden hier unsere kleine Reise und laden Sie herzlich gerne auf Ihre eigene Entdeckungsreise ein.
Eintrittspreise
Erwachsene 5,00 €
Erwachsene ermäßigt: 4,00 €
Sonntagseintritt: 1,00 €
Kinder u. Jugendlich bis 18 Jahre frei.
Faschingsdienstag, Karfreitag, 1. Mai, Fronleichnam, Allerheiligen, Heiliger Abend, 1. Weihnachtsfeiertag und Sylvester geschlossen.
An allen anderen Feiertagen ist das Museum geöffnet.
Anfahrt
Anfahrt mit Nahverkehr: Hinfahrt / Rückfahrt
Haltestelle Lehel (274m)
Haltestelle Isartor (406m)
Haltestelle Maxmonument (181m)
Haltestelle Isartor (432m)
Anfahrt mit dem Auto
Mit dem Routenplaner können Sie Ihre Anfahrt mit dem Auto planen.
Anfahrt planen
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Parkplatz Haus der Kunst (672m)
Parkhaus am Hofbräuhaus (P04) (175m)
Hier finden Sie den nächstliegenden Taxistandplatz:
Taxi Maxmonument (80m)
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