Die Damenstiftstraße liegt in der Münchner Altstadt und verbindet die Kreuzstraße mit der Eisenmannstraße. Ihren Namen verdankt sie dem ehemaligen katholischen Kloster Damenstift St. Anna der Salesianerinnen, das sich früher an dieser Straße befand.
Die Salesianerinnen erhielten 1675 ein Gebäude in der heutigen Damenstiftstraße, das zuvor von den Indersdorfer Augustiner-Chorherren genutzt worden war. Ab 1690 entstand dort nach Plänen von Giovanni Antonio Viscardi ein großer barocker Klosterneubau, der erst 50 Jahre später vollendet wurde. Unter Kurfürst Karl Albrecht wurde von 1733 bis 1735 an der Nordostecke der heutigen Damenstiftstraße die Kirche St. Anna errichtet.
Nach der Säkularisation wurden die Klostergebäude für verschiedene Zwecke genutzt. So zog nach dem Zweiten Weltkrieg die Städtische Salvator-Realschule für Mädchen in das ehemalige Damenstift ein.
Heute erinnert der Name Damenstiftstraße an die historische Bedeutung des ehemaligen Klosters und seinen Einfluss auf die Entwicklung dieses Teils der Münchner Altstadt.